






![]() | Heute | 1365 |
![]() | Gestern | 3268 |
![]() | Diese Woche | 12160 |
![]() | Letzte Woche | 14895 |
![]() | Diesen Monat | 20804 |
![]() | Letzen Monat | 61905 |
![]() | Gesamt | 777880 |
| EZPBEREICH |
"Mobbing wegen Kopftuchs an Tagesordnung"
Nach der Attacke auf eine moslemische Schülerin in Graz zeigt sich, dass viele moslemische Frauen mit Diskriminierung zu kämpfen haben. Beleidigungen seien für Muslimas an der Tagesordnung, sagen moslemische Vereine.
"Seelische Verletzungen für Muslimas"
Der Fall jenes Mädchens, dessen Kopftuch zwei Mitschülerinnen einfach angezündet haben, sei außergewöhnlich grausam, seelische Verletzungen müssten moslemische Frauen, die bei uns Kopftücher tragen, aber immer wieder hinnehmen, sagt Roswitha Al Hussein vom Verein SOMM, der für moslemische Frauen eintritt.
"Zu wenig Unterstützung von Lehrern"
"Ich weiß von Mädchen, die tagtäglich von Buben geärgert werden, die am Kopftuch ziehen und sagen, dass sie nachhause gehen und das Kopftuch abnehmen sollen. Das eigentliche Problem ist, dass sie zu wenig Unterstützung bekommen, denn sie wissen oft nicht, von wem sie Hilfe bekommen können. Einem Mädchen, das bei seiner Lehrerin Hilfe gesucht hat, wurde nicht geholfen - die Lehrer tun das oft ab als Spielerei oder Schabernack zwischen Kindern und sehen nicht, dass es Mobbing ist", so Al Hussein.
"In Wahlkampfzeiten besonders schlimm"
Beim Mobbing gebe es Zeiten, in denen es besonders schlimm sei, so Al Hussein: "Konkret im Bus oder auf dem Schulweg kriegen wir die Rückmeldung von Mädchen und Frauen, dass es gerade in Zeiten, wenn Wahlkampf ist und diese antiislamischen Slogans 'in' sind, ärger ist. Denn dann trauen sich die Leute mehr, weil es 'salonfähig' wird, Beleidigungen auszusprechen."
Mehr Hilfe für bessere Ausbildung erhofft
Al Hussein erhofft sich, dass in Zukunft vor allem mehr Erwachsene, Lehrer und Arbeitgeber moslemische Mädchen unterstützen, damit sie hier die Ausbildung bekommen können, die ihnen oft in ihrer Heimat verwehrt bleibt.
Grüne fordern Konfliktlösungs-Modelle
Der Fall hat auch zu politischen Reaktionen geführt: Die Grünen fordern, dass in den Schulen verstärkt an der Konfliktlösung gearbeitet werden müsse, damit Mobbing nicht so eskalieren könne, wie im aktuellen Fall.
Die Grazer Grüne-Gemeinderätin Sigrid Binder schlägt die Peer-Mediation als Präventionsmodell vor: Dabei werden Konflikte zwischen Schülern nicht von Lehrern oder Direktoren gelöst sondern primär von speziell dafür ausgebildeten Schülern.
Quelle: steiermark.orf.at
| < Zurück | Weiter > |
|---|











