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| EZPBEREICH |
Es sind keine zwei Wochen bis zum heiligen Monat Ramadan, und die Nachrichtenlage scheint derart, die wahre Liebe im Herzen verdunkeln zu wollen. Aber wer die die Quelle der Liebe kennt, findet zurück zu ihr!
Wir stehen an der Schwelle zum heiligsten aller Monate, dem Monat Gottes, den Monat der inneren Einkehr, dem Monat der Herrlichkeit, Faszination und Liebe. Aber wie soll sich das Herz darauf vorbereiten, wenn die inneren und äußeren Umstände es scheinbar so schwer machen.
Da ist zunächst eine Veranstaltung, die sich ausgerechnet Liebesparade nennt. "Parade" stammt aus dem Französischen und wird als "bereiten" (zumeist öffentlich) oder "abwehren" (wie die Torwartparade) verwendet. Das erinnert auch an Militärparade (auch Heerschau genannt): Eine militärische Zurschaustellung von Soldaten, in Reih und Glied marschierend mit Bewaffnung und Ausrüstung. Es geht darum, sich zu präsentieren. Bei der Liebesparade geht es auch darum, sich zu präsentieren, nackt, schrill, vollgedröhnt, alkoholisiert, im Rausch und in unaufhörlichen Bewegungen zu Klängen, die zuweilen als Musik bezeichnet werden. Würden die gleichen Bewegungen und Klänge von Afrikanern im Busch erfolgen, würde man von Stammestänzen, Beschwörung von Geistern, Ritualen eines grausamen Aberglaubens und so weiter faseln. Würde man den Ton der Fernsehbilder auf jener Liebesparade ausstellen und nur die Zuckungen der Leute beobachten, wäre es einstufbar zwischen epileptischen Anfällen (ich entschuldige mich an dieser Stelle bei echt kranken Epileptikern, sie mit solchen Leuten zu vergleichen) und einer Vorstufe der Zwangseinweisung wegen unkontrolliertem Wahn. Interessant an der Hofberichterstattung ist, dass nie kritische Stimmen zu jener Massenwahnveranstaltung genannt werden. Stets sei es fröhlich, ausgelassen und es gehe um Liebe. Nie wird von einer Masseninszenierung der Eitelkeiten einsamer Egozentriker gesprochen, die ihr liebloses Leben in einem temporären kollektiven Rausch ertränken. Wahre Liebe steht im krassen Widerspruch zu dem, was auf solchen Paraden geschieht!
Und dieses Mal ist es - aus welchen Gründen auch immer - zu einer Katastrophe gekommen. Jetzt schiebt jeder die Schuld auf den anderen, die Stadtverwaltung auf die Veranstalter, die Veranstalter auf die Polizei und die Polizei auf die Stadtverwaltung usw.; das typische teuflische Verhalten der Rückweisung jeglicher Schuld wenn bereits die Intention lieblos war! Niemand sei für die Katastrophe verantwortlich! Eine Mitschuld der Medien wird ohnehin ausgeschlossen, da diese per Selbstdefinition stets unschuldig sind. Dafür hetzten diese dann gegen eine Frau, eine ehemalige Mitstreiterin der Hofberichterstattung, die das Treiben mit Sodom und Gomorra verglichen hat, und die Katastrophe als Strafe Gottes bezeichnete. Sicher ist ihre Einstufung nicht minder kontrovers, denn das Ableben einiger durch menschliches Versagen als Strafe Gottes zu definieren, würde die wahren Schuldigen entlasten. Aber warum hat man nie vorher von jenen kritischen Stimmen berichtet, sondern erst nach der Katastrophe? Das war doch nicht die erste Lieblosparade. Sodom und Gomorra waren wahrscheinlich Sittlichkeitstempel gegenüber dem, was sich Teile der gesamten Welt derzeit erlauben! Wie soll man da jemals wahre Liebe aufbauen? Und wie gelingt es diesen Menschen - zumeist Jugendlichen - die Realität der Welt für mehrere Stunden derart in diversen Formen des Rausches zu ertränken? Werden Sie dadurch glücklicher, wenn der Kater nachlässt? Festigen sie damit ihre Liebespartnerschaft für das Leben? Werden sie dadurch gesünder und menschlicher? Wie kann man im Namen der Liebe die wahre Liebe derart mit Füßen treten; im wahrsten Sinn des Wortes?
Dann schauen wir auf die Weltpolitik. Die USA wüten weiterhin in der Welt, töten weiterhin so gut wie jeden Tag Menschen in Afghanistan, Irak und anderen Ländern der Region zusammen mit ihren Verbündeten (darunter auch Deutschland), verursachen die größte Ölkatastrophe der Menschheitsgeschichte zusammen mit ihren Verbündeten und erlauben Israel ungehindert weiterhin das größte Gefangenenlager der Welt aufrecht zu erhalten, die Besatzung auszubauen, Menschen zu vertreiben und zu ermorden, ohne dass es jegliche Konsequenzen hätte. Der Papst hat den Angehörigen der zwei dutzend Menschen, die bei der Liebeswahnparade umgekommen sind, sein Beileid ausgesprochen und öffentlich für die Toten gebetet. Sie waren Opfer eines Unfalls, selbst wenn Fahrlässigkeit im Spiel war. Wie oft hat der Papst für die täglichen ermordeten in Afghanistan, im Irak, in Palästina und vielen anderen Regionen der Welt gebetet? Wie soll man da nicht Unmut empfinden, für so viel Unrechtsparade?
Der deutsche Innenminister hat faktisch jegliche Hilfe für Waisenkinder im größten Gefangenenlager der Welt verboten. Wer jenen Waisenkindern hilft, der hilft der im Lager demokratisch gewählten Regierung. Denen darf aber nicht geholfen werden, also auch den Waisenkindern nicht. Kein Wort darüber, wer den Zionisten das Recht gibt, Hunderte von Kindern zu Waisenkindern zu bombardieren; kein Wort darüber, wer den Zionisten das Recht gibt, das größte Gefangenenlager von der Außenwelt abzuriegeln; kein Wort darüber, wie Millionen Menschen leiden; kein Wort darüber, dass Israel ein Verbrechen nach dem anderen gegen jegliches Recht - auch gegen das Judentum - ausübt; wie soll man da keinen Hass empfinden, gegen so viel Unrecht? Wie oft betet der Papst für jene Waisenkinder (darunter auch Christen). Wie oft gedenken die Liebesparadierer der Menschen, die sich so sehr nach Liebe sehen?
Die Ungerechtigkeiten der Welt aufzuzählen würden den Rahmen eines solchen Artikels sprengen. Die Reichen werden immer Reicher, die Armen immer Ärmer, die Politiker immer ungerechter, die Menschen immer apathischer, die Umwelt immer zerstörter und die Liebe immer unerreichbarer. Was tut der Mensch sich selbst und seinen Menschengeschwistern nur an? Wie soll man da Liebe empfinden?
Und da gibt es ein vergleichsweise kleines Land. Es spricht von Liebe. Deren Politiker sprechen von Liebe und von aufrichtigem Einsatz der Menschheit gegen Ungerechtigkeit, die Heiligkeit an der Spitze strahlt wahre Liebe aus. Dieser noch vergleichsweise junge Staat hat noch nie ein anderes Land angegriffen, wurde aber von allen Seiten angegriffen! Die Bürger haben noch nie Massenvernichtungswaffen eingesetzt, gegen sie aber wurden sogar Giftgase eingesetzt bei Duldung durch die ganze westliche Welt. Sie haben noch nie Passagierflugzeuge bedroht, aber ihr eigenes Passagierflugzeug wurde von den USA abgeschossen. Sie haben niemanden bedroht, werden aber tagtäglich mit Kriegsdrohungen überzogen. Und den westlichen Medien gelingt es, großen Teilen der eigenen Bevölkerung das Land als Monster darzustellen. Die Liebesparade soll etwas mit Liebe zu tun haben und die Islamische Republik Iran soll die größte Bedrohung der Welt darstellen, so dass alle sich mit allen Mitteln gegen das Islamische System wenden sollen! Wie sehr soll man die Welt eigentlich noch auf den Kopf stellen, damit die Menschen endlich aufwachen? Und wie soll man in solch einer Atmosphäre und der weltweiten Hassparade westlich-imperialer Herrschaftspolitik Liebe empfinden?
Liebe hat nur eine einzige wahre und unerschöpfliche Quelle, und das ist der Schöpfer allen Seins und aller Liebe! Ohne Ihn gibt es keine wahre Liebe! Gegen Ihn gibt es keine wahre Liebe! Kein Liebespaar kann seine Liebe steigern, ohne die Hinwendung zu Ihm! Keine Liebesparade kann auch nur einen Ansatz von Liebe entwickeln, aber auch all jene Medien und Politiker, die so viel Hass verbreiten, können die wahre Liebe niemals abtöten! Und die Sehnsucht nach Liebe ist auch nicht abzutöten oder ewig abzulenken; dazu genügen sogenannte Liebesparaden nicht!
Der Kapitalismus wird vergehen, der Imperialismus wird vergehen, der Rassismus wird vergehen, der Zionismus wird vergehen, der Nationalismus wird vergehen, die Herrschaft von Unrecht und Gewalt wird vergehen, aber die Liebe wird niemals vergehen! Und Nächstenliebe ist ein Bestandteil der Wahrheit.
Der bevorstehende Monat Ramadan ermöglicht allen Fastenden, sich zu besinnen, worum es eigentlich im Leben geht! Es geht nicht um Essen, Trinken, Schlafen, Sex und Dahinvegetieren, sondern um wahre Liebe, die sich in unterschiedlichsten Gaben und Ganden Gottes ausdrückt!
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Aktualisiert (Donnerstag, den 29. Juli 2010 um 18:04 Uhr)












Kommentare
aber der Anfang mit den vergleichen klingt echt witzig in der Loveparade
sehr berührend...
Mashallah danke für diesen schönen Beitrag
Endlich Ramadan..!